Staatsminister Frank Kupfer:
"Sachsen hat den ältesten Gebäudebestand aller Bundesländer in Deutschland. Viele Altbauten brauchen etwa drei Mal soviel Energie zum Beheizen wie konventionelle Neubauten. Da kommt eine Menge Einsparpotential zusammen.
Wohl dem, der gut vorsorgt. Wie das genau geht, erfahren alle Bauherren durch unsere Kampagne
MACH MIT. BAU NACHHALTIG." .
Die Kampagne MACH MIT. BAU NACHHALTIG.
Durch die Entwicklung der Brennstoffpreise sind immer stärkere Belastungen für die Haushalte zu erwarten. Allein in den Jahren von 2000 bis 2011 stiegenen die Preise für Heizenergie um 88 Prozent. So musste ein Haushalt im Jahr 2000 mit einer Wohnfläche von 70m² durchschnittlich 393,32 Euro für den Verbrauch der jährliche Gasversorgung ausgeben, 2011 liegt der Preis bei 741,69 Euro im bundesdeutschen Durchschnitt. (preisentwicklung.eu)
Um zu vermeiden, dass Energie von einem Teil der Bevölkerung nicht mehr bezahlt werden kann, müssen heute die richtigen Maßnahmen ergriffen werden. Erneuerbare Energien bringen weitgehend Unabhängigkeit von den Energiepreisentwicklungen und schaffen mehr Sicherheit. Energieeffizienz-Projekte im In-und Ausland zeigen, dass durch einen konsequenten Einsatz von marktüblicher Dämm- und Energietechnik der Energiebedarf bestehender Wohngebäude um bis zu 85% gesenkt werden kann. Die Hälfte aller bereits heute wirtschaftlich erschließbaren Einsparpotentiale bei der Sanierung bzw. beim Neubau von Gebäuden bleibt ungenutzt.
Durch die Kampagne MACH MIT. BAU NACHHALTIG. soll neben dem Hauptanliegen - der Information, über verschiedene im Gebäudebereich relevanten Rubriken (Bautechnik, Bauphysik, Architektur, Heizungstechnik, Lüftungs- Klimatechnik, Elektrotechnik usw.) - innovative und innovativste Lösungsmöglichkeiten vorgestellt werden, die den Energieverbrauch drastisch senken und gleichzeitig die Nutzungs- und Lebensqualität erhöhen.
Zukünftige Bauherren oder bereits Gebäudeeigentümer werden so mit umfangreichem Wissen ausgestattet, das zum Gelingen eines energetischen Bauvorhabens beiträgt. In vielen bekannten Baumarktketten liegen mittlerweile umfangreiche Informationsflyer rund um das Gebäude, die Gebäudehülle und die Anlagentechnik unter energetischen Gesichtspunkten sowie Fördermöglichkeiten und Gesetzen aus. Bei der SAENA können darüber hinaus zukünftig thematische Broschüren bestellt werden.
Bauen und Sanieren im Passivhaus-Standard - Teil 1
Die Broschre zeigt 16 ausgewhlte Objekte in Sachsen, die nach Passivhaus-Standard gebaut sind - angefangen beim Einfamilienhaus bis hin zur Kindertages
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Bürgersolaranlagen in Sachsen
Der Ratgeber gibt Auskunft zur Vorgehensweise, der Organisation und der Finanzierung einer Bürgersolaranlage. Neben der rechtlichen Seite wird auch die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen betrachtet. Anhand von Vorgaben und Rechenbeispielen kann nachvollzogen werden, wie die Wirtschaftlichkeit einer Bürgersolaranlage berechnet wird.
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Energetische Sanierung - ein Praxisleitfaden zur Gebäudehülle
Der vorliegende Leitfaden gibt Praktikern einen Überblick über energetische Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle, da in diesem Bereich wesentliche Voraussetzungen für den Wärmeverbrauch, die Behaglichkeit der Bewohner und die Vermeidung von Bauschäden geschaffen werden.
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Energieeffizientes Bauen - ein Gebäuekompass
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Fördermittelfaltblatt - Februar 2011
Einfamilienhaus in Grimma OT Schkortitz
Gebäudekonzeption
Das EFH in Schkortitz, welches in Mischbauweise ausgeführt wurde, ist ein sehr gutes Beispiel für die Verwendung von ökologischen Baumaterialien. Bei der Konstruktion der Gebäudehülle kamen Materialien wie Holz, Hanfwolle, Mineralschaum oder Schaumglasschotter - ein Recyclingprodukt - zum Einsatz. Innenseitig wurde die Wand mit Lehm verputzt. Lehm ist ein natürlicher Baustoff, welcher für ein gesundes Raumklima sorgt. Er hat die Fähigkeit, Feuchtigkeit schnell aufzunehmen, zu speichern und sie bei Bedarf schnell wieder abzugeben. Lehm ist zudem ein ausgezeichneter Wärmespeicher.
Bei der Umsetzung des Energiekonzeptes durch thermische Solarkollektoren und der Wärmeerzeugung durch Biomasse, wurde auf eine Lösung mit regenerativen Energien Wert gelegt. Ein weiterer ökologisch positiver Effekt ist die Reinigung des Abwassers durch eine Pflanzenkläranlage.
Zusätzlich konnte eine Photovoltaik-Anlage mit einer Spitzenleistung von 5,76kW realisiert werden, die netzgekoppelt betrieben wird. Der Ertrag dieser Anlage an regenerativ erzeugten PV-Strom beträgt ca. 5000 kWh im Jahr. Der jährliche Stromverbrauch liegt jedoch, durch Nutzung von effizienten Haushaltsgeräten, bei nur 3000 kWh. Somit produziert dieses Passivhaus mehr Strom als in der Nutzung verbraucht wird.
Allgemein ist der Bauherr mit dem Ergebnis seines Pilotprojektes äußerst zufrieden, da gute Behaglichkeit und hohe Luftqualität ein komfortables Wohnen ermöglicht. Der Unterschied gegenüber einem konventionell gebauten Haus ist dem Bauherrn nach deutlich spürbar, so dass er die kontrollierte Wohnraumlüftung nicht missen möchte. Ebenfalls wird die Kühlmöglichkeit im Sommer über den Erdwärmetauscher als sehr angenehm empfunden.
Eine gute Möglichkeit das "Passivhaus-Wohngefühl" selbst zu testen, bietet die 40m² große Einliegerwohnung, welche als Ferienwohnung eingerichtet ist. Durch diese Gelegenheit kann zukünftigen Bauherrn die Entscheidung zum Passivhaus sicherlich erleichtern werden.
Energie wird knapper und teurer ...
... Diesem Sachverhalt wird auch durch die geltenden gesetzlichen Regularien, wie Energie-einsparverordnung (EnEV) und erneuerbare Energien Wärmegesetz (EEWärmeG) Rechnung getragen.
Je nach Art und Umfang der Baumaßnahme werden Bauherren verpflichtet, energetische Mindeststandards einzuhalten.
Bei Neubauten besteht ab 1. Januar 2009 zusätzlich die Pflicht, erneuerbare Energien einzusetzen.
Jeder Neubau und jede Sanierung unter energieeffiezienten Gesichtspunkten bringt jedoch einen Vorteil, den schon Sokrates kannte:
"Das ideale Haus ist im Sommer kühl und im Winter warm".


